Steripharm Ihr Folsäurespezialist

SCHWANGERSCHAFT UND STILLZEIT

Für den Verlauf einer angenehmen Schwangerschaft und die Geburt eines gesunden Kindes unterstützen wir Sie gerne mit unseren Produkten Nausema®, Folio®forte, Folio® und Folio®jodfrei. Außerdem bieten wir Ihnen umfangreiche Serviceleistungen und Informationen rund um das Thema Schwangerschaft und Stillzeit an.

AKTUELLES

Mein BabyBauchBuch

TERMINE

Deutscher Heilpraktikerkongress 16.-17. Juni 2012 in Karlsruhe

ALLGEMEINES

Für die Entwicklung des Kindes spielt Ihre Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit eine entscheidende Rolle. 

Ihr Kalorienbedarf steigt nur mäßig an. Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen ist in dieser Zeit aber erheblich höher. Sorgen Sie deshalb für eine ausgewogene und vollwertige Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Milch- und Vollkornprodukten sowie gelegentlich Fisch und Fleisch. 

Absolut tabu sollten Alkohol, Nikotin und rohe Lebensmittel sein! 

Zu den rohen Lebensmitteln zählen neben rohem Fleisch und Fisch auch Rohmilchprodukte wie Mozzarella, Emmentaler oder Schafskäse. Diese Lebensmittel sind kennzeichnungspflichtig und somit beim Kauf leicht zu erkennen.

Selbst wenn Sie sich gesund ernähren ist es nicht einfach, das empfindliche Vitamin Folsäure in der tatsächlich benötigten Menge aufzunehmen. Dasselbe gilt für den Mineralstoff Jod, der in unserer Nahrung nur unzureichend vorhanden ist. Eine Unterversorgung mit Vitamin B12 kann eintreten, wenn Sie keine oder nur selten tierische Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Der Eisenstatus schwankt und wird von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin durch Messung des Hämoglobinwertes (Hb-Wert) routinemäßig ermittelt. Eventuell wird Ihnen über einen begrenzten Zeitraum ein Eisenpräparat verordnet. In der Regel ist es aber nicht notwendig, während der gesamten Schwangerschaft Eisentabletten einzunehmen.

Wichtig für die Entwicklung der Zähne und Knochen Ihres Kindes ist die ausreichende Zufuhr von Calcium. Der Tagesbedarf steigt während der Schwangerschaft und Stillzeit um 50% an. Sie sollten deshalb Ihre Ernährungsweise den geänderten Bedürfnissen anpassen. Gute Calciumlieferanten sind Milch und Milchprodukte, aber auch Broccoli und Grünkohl.

Gehen Sie die Frage der Ernährung entspannt an. Wenn Sie sich bewusst ernähren, Ihre Nahrung gezielt ergänzen und regelmäßig Ihre Eisenwerte überprüfen lassen, wird es Ihnen und Ihrem Kind an nichts mangeln.


FOLSÄURE - DAS "SCHWANGERSCHAFTSVITAMIN"

Folsäure (Vitamin B9) gehört zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine und muss als lebensnotwendiges Vitamin dem Körper zugeführt werden.

Für schwangere und stillende Frauen ist Folsäure besonders wichtig, denn sie ist für alle Zellteilungsprozesse und das für Wachstum des mütterlichen Gewebes unverzichtbar. Dementsprechend spielt sie auch für das werdende Leben eine herausragende Rolle und sollte schon zu Beginn der Schwangerschaft dem Körper in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Deshalb ist es so wichtig, schon zum Zeitpunkt des Kinderwunsches mit der zusätzlichen Aufnahme von Folsäure zu beginnen.

Übrigens: Sie profitieren auch in anderer Hinsicht von einer optimalen Folsäureversorgung. Folsäure ist an der Funktion des Immunsystems maßgeblich beteiligt, sorgt für einen ausgewogenen Homocystein-Blutspiegel und hat die gute Eigenschaft, Müdigkeit zu verringern.

Bedarf

Es ist schwierig, den täglichen Bedarf an Folsäure allein über die Nahrung zu gesichern. Folsäure reagiert besonders empfindlich auf Licht und Hitze. Sie kann deshalb durch Zubereitung der Speisen in der Mikrowelle, Kochen oder Überlagerung bis zu 90 % ihrer Funktionskraft einbüßen.

Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen sollten ab etwa vier Wochen vor der geplanten Schwangerschaft bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche täglich 800 µg Folsäure (in Folio®forte enthalten) zugeführt werden. Am besten ist es daher, gleich nach Absetzen der Verhütungsmittel mit der zusätzlichen Folsäureaufnahme zu beginnen.

Ab der 13. Schwangerschaftswoche und während der Stillzeit wird der Bedarf mit 400 µg Folsäure (in Folio® enthalten) gesichert.

Vorkommen

In Blattsalaten, Brokkoli, Spinat, Tomaten, Hefe, Weizenkeimen,  Eiern und Nüssen


VITAMIN B12 - DAS "HELFERVITAMIN"

Vitamin B12 ist ebenfalls für das Immunsystem sowie für die Blutbildung notwendig. Außerdem ist es ein wichtiges Vitamin für das Nervensystem und den Energiehaushalt. Ohne dieses Vitamin kann Folsäure ihre verschiedenen Aufgaben nicht ausführen. Es ist sozusagen das "Helfervitamin" der Folsäure, denn die beiden Vitamine arbeiten eng zusammen.

Wichtig: Ein guter Vitamin B12-Status ist daher ebenso notwendig wie die ausreichende Versorgung mit Folsäure!

Bedarf

Der Vitamin B12-Bedarf wird ausschließlich über den Verzehr tierischer Nahrungsmittel gedeckt. Zu viel kann von dem wasserlöslichen Vitamin nicht aufgenommen werden, da es bei einem Überangebot vom Körper einfach wieder ausgeschieden wird. Für diejenigen, die sich fleischarm oder fleischlos ernähren, kann die Versorgung mit diesem wertvoll Vitamin allerdings schwierig werden.

Vorkommen

Hauptsächlich in Fleisch und Fisch, in geringerem Maße auch in Milch und Eiern


JOD - DER MINERALSTOFF

Jod zählt zu den unverzichtbaren Spurenelementen, die regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, um eine Vielzahl von Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.

Jod ist ein unverzichtbarer Mineralstoff, den unser Körper zum Aufbau der  Schilddrüsenhormone benötigt. Diese Hormone steuern das Wachstum und die Entwicklung der Organe, des Nervensystems, des Gehirns, der Muskulatur und des Skelettsystems. Zudem ist Jod ein wichtiger Stoff für den Erhalt einer normalen Haut und die Regulierung des Energiehaushaltes. 

Schon gewusst? Ab der 12. Schwangerschaftswoche beginnt die Schilddrüse des Fetus mit der eigenen Hormonproduktion. Sie ist hierfür einzig und allein auf die Jodzufuhr über die Mutter angewiesen.

Fazit: Die gesicherte Jodversorgung während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist für Funktion der Schilddrüsenhormone unentbehrlich.

Bedarf

Der Mineralstoff ist nur in geringen Mengen in unseren Ackerböden enthalten. Deshalb sind auch die tierischen und pflanzlichen Agrarprodukte arm an Jod. Zwar weisen Milch und Milchprodukte durch die Anreicherung der Futtermittel mit Jod heute wieder etwas höhere Jodgehalte auf. Trotzdem liegt die durchschnittlich verzehrte Menge noch unter der empfohlenen Mindestmenge. Schwangeren und stillenden Frauen wird daher dringend geraten, aufgrund ihres erheblichen Mehrbedarfes täglich zusätzliche 150 Mikrogramm Jod aufzunehmen (wie in Folio®forte und Folio® enthalten).

Vorkommen

Seefisch, geringere Mengen in Milch- und Milchprodukte sowie in jodiertem Speisesalz


 

ÜBELKEIT UND ERBRECHEN IN DER SCHWANGERSCHAFT

URSACHEN DER SCHWANGERSCHAFTSÜBELKEIT
TIPPS BEI ÜBELKEIT UND ERBRECHEN

Bei dem überwiegenden Teil der Frauen ist die Freude über die Schwangerschaft zumindest im ersten Schwangerschaftsdrittel getrübt: Sie fühlen sich sehr schlecht und leiden - vor allem morgens - unter starker Übelkeit. Nicht selten geht die Übelkeit auch mit Erbrechen einher.

URSACHEN DER SCHWANGERSCHAFTSÜBELKEIT

Die Gründe für das Entstehen der Schwangerschaftsübelkeit sind noch nicht völlig geklärt. Zum einen können seelische Faktoren eine Rolle spielen; Angst vor der bevorstehenden Verantwortung oder Probleme in der Partnerschaft schlagen buchstäblich auf den Magen. Zum anderen kann die schwangerschaftsbedingte Hormonumstellung oder auch eine genetische Veranlagung Grund für die Übelkeit sein.

Wissenschaftler fanden in den vergangenen Jahren heraus, dass der Mangel an Vitamin B6 eine weitere Ursache für die Schwangerschaftsübelkeit ist. Die Behandlung mit höher dosiertem Vitamin B6 wirkt oft sehr gut bei Übelkeit und  Erbrechen in der Schwangerschaft. Die Vitamine B1 und B12 haben erfahrungsgemäß ebenfalls einen lindernden Effekt.

Nausema® enthält Vitamin B6, Vitamin B1 und Vitamin B12 in der erforderlichen Menge. Je nach dem, wie ausgeprägt Ihr Vitaminmangel ist, können Sie bei entsprechender Einnahme Ihre Beschwerden gänzlich beseitigen oder jedenfalls deutlich mindern.


TIPPS BEI ÜBELKEIT UND ERBRECHEN

Sorgen Sie für möglichst viel Ruhe und seelische Ausgeglichenheit. Das heißt nicht, dass Sie untätig werden sollen: Bewegung an frischer Luft und schonender Sport tut Ihnen gut! Stellen Sie außerdem Ihre Essgewohnheiten um und nehmen Sie eine leichte und ausgewogene Kost zu sich.

Ernährungstipps:

  • vor dem Aufstehen Zwieback oder Toastbrot essen
  • trockene Haferflocken kauen (bindet die Magensäure)
  • Ingwertee bzw. Ingwerbonbons für unterwegs
  • keine den Magen reizenden Getränke trinken (z. B. Kaffee, Cola, Orangensaft)
  • fette, säurehaltige und stark gewürzte Speisen meiden
  • wichtig: mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen

SPORT UND ENTSPANNUNG

Während der Schwangerschaft steigern leichter Sport und Bewegung Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden. Eine gute körperliche Verfassung ist außerdem die beste Grundlage für eine problemlose Entbindung.

Nach der Geburt sollten Sie die Rückbildungsgymnastik mit gezielten Übungen für die Bauch-, Beckenboden- und Rückenmuskulatur gewissenhaft durchführen. Übrigens: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für 10 Stunden Rückbildungsgymnastik bei einer Hebamme.

Geeignete Sportarten

Zu den Sportarten, die Sie in der Schwangerschaft mit gutem Gewissen betreiben können, zählen Schwimmen, Wandern und Nordic Walking. Auf das Joggen müssen Sie in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht verzichten, sofern Sie auf gut befestigten Wegen und in ruhigem Tempo laufen.

Besonders geeignet ist auch Pilates, eine sehr schonende, aber intensive Form der Gymnastik. Wir haben Ihnen einige ausgewählte Pilates-Übungen zusammengestellt, die Sie in unserem Serviceteil herunterladen und ganz einfach nachturnen können.

Nicht geeignete Sportarten

Nicht geeignet sind Sportarten mit erhöhter Sturzgefahr oder solche, bei denen Sie größeren Erschütterungen (z. B. Radfahren!) ausgesetzt sind. Meiden Sie deshalb auch Skifahren und Snowboarding, Schlittschuhlaufen, Reiten sowie alle Ball- und Extremsportarten.

Entspannung

An eines sollten Sie immer denken: Sobald Sie sich entspannen, kommt auch Ihr Kind zur Ruhe. Umgekehrt wirken sich Stress und Anspannung negativ auf das Wohlbefinden Ihres Kindes aus.

Mit bestimmten Körperhaltungen und gleichzeitigem tiefen Ein- und Ausatmen unterstützen Sie aktiv eine erholsame Entspannung (siehe auch Pilates-Übungen).

Auch wenn gute Ratschläge manchmal gar nicht so leicht zu befolgen sind: Versuchen Sie, wenigstens einige umzusetzen.

Tipps zur Entspannung:

  • vermeiden Sie möglichst Stress und Hektik
  • Bewegung an frischer Luft tut gut
  • sorgen Sie unbedingt für ausreichenden Schlaf
  • gönnen Sie sich zwischendurch eine Ruhepause und legen Sie die Beine hoch
  • entspannende Musik wirkt Wunder
  • lassen Sie sich von Ihrem Partner massieren


RUND UMS STILLEN

Es ist ein ganz besonderer Moment: Sie haben Ihr Baby geboren und legen es zum ersten Mal an. Dieser erste, innige Kontakt zwischen Mutter und Kind sollte in entspannter, friedlicher Atmosphäre ohne jede Störung stattfinden. Bei Ihrem ersten Kind wird die Hebamme Ihnen das richtige Anlegen zeigen. Keine Sorge, meist geht alles instinktiv wie von selbst.
Ihr Kind wird mit der wichtigen Vormilch, dem sogenannten Kolostrum versorgt. Sie ist perfekt auf die Bedürfnisse eines Neugeborenen zugeschnitten und bildet sich in den ersten Tagen nach der Geburt. Die Vormilch ist dick, klebrig, gelblich und sehr nährstoffhaltig, weshalb auch geringe Mengen zur Sättigung des Babys ausreichen. Da die Vormilch auch reich an Antikörpern ist, bildet sie einen wertvollen Schutz vor Infektionen und Allergien. Außerdem wirkt die Vormilch abführend, so dass das Baby das Mekonium (erster schwarz-grünlicher Stuhlgang, auch "Kindspech" genannt) leichter ausscheiden kann.
Übrigens: In den ersten Tagen nach der Geburt wird mit dem Saugen an der Brust das Hormon Oxytocin gebildet, das die Produktion der Muttermilch und die Rückbildung der überdehnten Gebärmutter fördert. Daher treten die manchmal recht unangenehmen Nachwehen immer beim Anlegen des Babys auf.

Vorteile des Stillens

Die Frage, ob Sie Ihr Kind stillen wollen oder nicht, hängt von ganz persönlichen Erwägungen ab. Selbstverständlich führen Sie ein unabhängigeres Leben, wenn Sie zur Flaschennahrung übergehen. Unumgänglich wird dieser Schritt fast immer, sobald Sie zum Berufsalltag zurück kehren. Versuchen Sie aber in jedem Fall, möglichst lange Ihre Milch abzupumpen und zu füttern. Sollte es mit dem Stillen aus gesundheitlichen oder physiologischen Gründen nicht klappen, haben Sie bitte keine Schuldgefühle. Ihr Baby wird mit der modernen Fertigmilch, die weitgehend an die Zusammensetzung der Muttermilch angepasst ist, gut versorgt.

Es gibt viele gute Gründe, die für das Stillen sprechen:

  • Stillen fördert die intensive Mutter-Kind-Beziehung. Durch das Stillen zieht sich nach der Geburt die Gebärmutter schneller zusammen und der Blutverlust ist geringer.
  • Die Muttermilch enthält alle notwendigen Nährstoffe sowie bestimmte Abwehrstoffe, die das Kind vor Allergien und Infekten schützen.
  • Die Muttermilch ist leicht verdaulich und passt sich den Bedürfnissen des heranwachsenden Kindes perfekt an.
  • Gestillte Kinder neigen weniger zu Übergewicht.
  • Die Muttermilch ist unglaublich praktisch: immer dabei, wohltemperiert, hygienisch und kostenlos.

Die Nationale Stillkommission empfiehlt, 6 Monate voll zu stillen und dann nach und nach die Nahrung durch Brei zu ersetzen.


ERNÄHRUNG IN DER STILLZEIT

Je bewusster Sie auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung achten, desto besser wird Ihr Kind über die Muttermilch versorgt. Dabei gilt, was zu diesem Thema unter „Ernährung in der Schwangerschaft“ bereits erwähnt wurde. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie gerade auch während der Stillzeit auf die Mikronährstoffe Folsäure,  Vitamin B12 und Jod legen. Denn Folsäure und ihr „Helfervitamin“ B12 sind wichtig für die Zellteilung und das Zellwachstum. Der Mineralstoff Jod ist ein notwendiger Bestandteil für die Schilddrüsenhormone, die für die körperliche Reifung und die Ausbildung der Intelligenz des Kindes verantwortlich sind.
Als stillende Mutter brauchen Sie außerdem mehr Energie: Der Bedarf wächst zunächst täglich um mindestens 600 kcal, ab dem 4. Stillmonat bei vollem Stillen um 500 kcal.

Babys reagieren unterschiedlich auf die Ernährungsweise der Mutter. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind zu schmerzhaften Blähungen und wundem Po neigt, sollten Sie bestimmte Nahrungsmittel meiden. Übrigens: Auch zuviel Mineralwasser kann Blähungen entstehen lassen.

Nahrungsmittel, die leicht zu Blähungen führen:

  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Kohl
  • Hülsenfrüchte

Nahrungsmittel, die leicht einen wunden Po verursachen:

  • Zitrusfrüchte
  • Tomaten
  • säurehaltige Lebensmittel und Getränke allgemein

Ganz wichtig ist es, dass Sie viel Flüssgkeit zu sich nehmen! Neben stillem Mineralwasser sind Kräutertees (insbesondere Fencheltee), Früchte- oder Milchbildungstees sowie Saftschorlen empfehlenswert. Bei Kaffee, schwarzem Tee und Cola sollten Sie zurückhaltend sein. Möchten Sie etwas Alkohol trinken, wählen Sie dafür die Zeit unmittelbar nach dem Stillen oder vor einer längeren Schlafphase des Babys.

Vorsicht: Pfefferminz- und Salbeitee sind milchbildungshemmend!


PROBLEME BEIM STILLEN

Bevor sich ein selbstverständlicher Stillvorgang eingependelt hat, können gelegentlich Schwierigkeiten auftreten, die sich im Laufe der Zeit aber meist von selbst wieder lösen. Drei Problemfelder treten dabei am häufigsten auf:

Schmerzen beim Stillen

Die Brustwarzen müssen sich zunächst auf die Beanspruchung durch das Saugen einstellen. Mit ein paar Tricks können Sie anfängliche Schmerzen lindern:

  • auf die richtige Anlegetechnik achten (am ganzen Warzenhof saugen lassen)
  • auch wenn es schmerzhaft ist: häufiges Anlegen härtet die Brustwarzen am besten ab
  • mit der weniger wunden Seite beginnen
  • Stilldauer nicht verkürzen
  • nach dem Stillen die Brustwarzen mit etwas Muttermilch benetzen und an der Luft trocknen lassen
  • mit einer traubenzuckerhaltigen Salbe oder Heilsalbe vorsichtig eincremen
  • bei sehr wunden Brustwarzen Brustwarzenschoner verwenden


Zu viel Milch

Besonders in der Anfangszeit, wenn die Milch einschießt, sorgt die spannende Brust für Schmerzen. Die richtige Milchproduktion passt sich aber im Laufe der Zeit an den Bedarf des Kindes an. Beobachten Sie aufmerksam Ihre Brust, um einer eventuellen Brustentzündung (Mastitis) rechtzeitig entgegen wirken zu können.

  • das Kind nur an eine Brust anlegen, bei der nächsten Mahlzeit die andere Seite anbieten
  • die jeweils andere Seite mit der Hand ausstreichen, bis der Druck nachlässt (stärkeres Ausstreichen oder Abpumpen regt die Milchproduktion an!)
  • kalte Umschläge oder Quarkumschläge anlegen
  • Pfefferminz- und Salbeitee trinken


Zu wenig Milch

Viele Frauen haben die Sorge, dass ihre Milchmenge zur Sättigung des Babys nicht ausreicht. Diese Sorge ist in der Regel unbegründet. Lassen Sie sich nicht verunsichern - die Natur hat es so eingerichtet, dass die Mutter ihr Kind mit einer bedarfsgerechten Milchmenge ernähren kann.

  • Brust vor dem Anlegen 10 Minuten erwärmen
  • häufiges Anlegen (Neugeborene etwa alle 2-3 Stunden) steigert die Milchproduktion
  • das Kind nicht zu früh von der Brust nehmen
  • dem Säugling nicht zusätzlich Tee oder Wasser geben
  • Zufüttern ist der erste Schritt zum Abstillen
  • ausreichend trinken
  • für Ruhe und Entspannung beim Stillen sorgen


ABSTILLEN

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, den Säugling von der Brust zu entwöhnen. Das ist kein leichter Vorgang, denn sowohl Kind als auch Mutter haben sich an einen Stillrhythmus gewöhnt. Auch muss die Beendigung der Stillzeit emotional verarbeitet werden. Am schönsten ist es, wenn der Übergang gleitend ist und das Kind sich schon so weit entwickelt hat, dass es den Hauptteil der Nahrung in halbfester oder fester Form zu sich nehmen kann.

Doch auch dann führt das Einstellen des Stillens zu einer spannenden und übervollen Brust. Hier gelten die vorigen Ratschläge, also vorsichtiges Ausstreichen (nicht Abpumpen!), kühlende Umschläge und Pfefferminz- oder Salbeitee.
Eine altbewährte Maßnahme ist das Hochbinden der Brust, was aber mitunter als sehr unangenehm empfunden wird.
Sollten sich größere Probleme einstellen, kann medikamentös nachgeholfen werden.

Um dem Kind das Abstillen zu erleichtern, ist der Vater gefordert. Zur gewohnten Stillmahlzeit sollten Sie sich zurückziehen und Ihrem Partner die - dann allerdings nicht ganz einfache - Betreuung des Kindes überlassen.


RÜCKBILDUNGSGYMNASTIK

Die Rückbildungsgymnastik sollten Sie gewissenhaft betreiben, da sie den übermäßig beanspruchten Beckenboden trainiert und Bauchdecke, Gebärmutter und Vagina (fast) in den Zustand vor der Geburt zurück bringt. Ferner wird mit den Übungen die Rücken-, Bauch- und Pomuskulatur gestärkt, so dass Ihre Figur wieder ihr ursprüngliche Form erhält.

Der Beckenboden besteht aus Muskeln und Bändern. Er stützt die Gebärmutter und die Harnblase. Außerdem hat er einen Einfluss auf die Schließfunktion von Blasen- und Darmausgang. Wird der Beckenboden nach einer Entbindung nicht wieder genügend aufgebaut, können Probleme beim Harnhalten zurückbleiben. Ein Training in späteren Jahren ist unvergleichlich mühsamer und weniger erfolgreich.

Alles, was den Beckenboden belastet- etwa zu früher intensiver Sport oder schweres Heben – sollten Sie anfangs unterlassen.

Mit der Rückbildungsgymnastik wird ganz vorsichtig meist schon am zweiten Tag nach der Entbindung begonnen. Ihre Hebamme wird Ihnen die Übungen zur Stärkung der Muskulatur zeigen, die Sie später auch allein durchführen können und sollten.

Übrigens: Nach der Geburt haben Sie bei allen gesetzlichen Krankenkassen Anspruch auf 10 Gymnastikstunden!

Tipps für das alltägliche Beckenbodentraining

  • Jederzeit und an jedem Ort „Fahrstuhl fahren“: Ziehen Sie mit dem Ausatmen den Beckenboden Stück für Stück hoch, halten Sie ihn kurz angespannt und entspannen Sie ihn wieder beim Einatmen. Dabei ist es wichtig, dass Sie wirklich nur die Beckenbodenmuskulatur aktivieren.
  • Halten Sie vor dem Wasserlassen den Urin kurz zurück.
  • Spannen Sie bei jeder Belastung - auch beim Niesen oder Husten - den Beckenboden an.